BSI-Umfrage:
Experten halten Wirtschaft durch mangelnde IT-Sicherheit für gefährdet
Bonn, 25.
Februar 2004 - Jeder fünfte deutsche IT-Sicherheitsexperte hält die
eigene Organisation durch unzureichende IT-Schutzvorkehrungen für
gefährdet. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Bundesamt für Sicherheit in
der Informationstechnik (BSI) in Auftrag gegebene Umfrage.
89 Prozent der
Experten sehen sogar die Wirtschaft in Deutschland durch mangelnde
IT-Sicherheit bedroht. "Diese Zahlen belegen den gestiegenen Stellenwert
der IT-Sicherheit", wertet BSI-Präsident Dr. Udo Helmbrecht die
Umfrageergebnisse. Auch in Bezug auf die Bedeutung der IT-Systeme für
die eigene Organisation sind sich die IT-Sicherheitsexperten einig: 98
Prozent der Befragten gaben an, dass funktionierende IT-Systeme für den
Arbeitsablauf der gesamten Organisation sehr wichtig sind.
Die üblichen
Sicherheitsmaßnahmen wie Anti-Viren-Software und
Firewalls sowie der Schutz durch Passwörter werden inzwischen
fast überall eingesetzt. Jede dritte Organisation will in Zukunft
verstärkt Open Source Produkte nutzen. "Der bloße
Einsatz von Schutzsoftware reicht jedoch für
einen völligen IT-Schutz nicht aus," stellt Helmbrecht fest. "Ein
umfassendes IT-Sicherheitskonzept beginnt bei Administrationsrechten und
endet bei Zutrittskontrollen."
Nach wie vor sind
Computerviren das Top-Thema in der IT-Sicherheit, gefolgt von
Hackern und Firewalls. Auf
den hinteren Plätzen landen die Themen Spam, die
Sicherheit von E-Mails sowie die Datensicherheit.
Als Informationsquellen nutzen Experten Fachzeitschriften,
Online-Services sowie die Internetseite des BSI.
Über die Studie
Die repräsentative Umfrage wurde im Zeitraum November bis Dezember 2003
von TNS Emnid durchgeführt. Befragt wurden 500 Experten in telefonischen
Interviews: 298 IT-Sicherheitsbeauftragte/ IT-Verantwortliche und 152
Datenschutzbeauftragte aus Behörden, Unternehmen und Verbänden. Bezogen
auf die Organisationsform heißt das: 175 Befragte stammen aus Behörden,
175 aus Unternehmen und 100 aus Verbänden. Darüber hinaus wurden bei
einer Auswahl der Fragen auch 50 Journalisten interviewt.
Über das BSI
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist eine
unabhängige und neutrale Stelle für Fragen zur IT-Sicherheit in der
Informationsgesellschaft. Es wurde am 1. Januar 1991 gegründet und
gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministerium des Innern. Derzeit
sind beim BSI rund 380 Informatiker, Physiker, Mathematiker und andere
Mitarbeiter beschäftigt. Seinen Sitz hat das BSI in Bonn.
Kontakt:
Bundesamt für
Sicherheit in der Informationstechnik,
Postfach 20 03 63
53133 Bonn
Pressesprecher: RD
Michael Dickopf
Tel.: +49 (0) 1888 9582-307
Fax: +49 (0) 1888 9582-403
E-Mail: michael.dickopf@bsi.bund.de
Internet: www.bsi.bund.de
zurück zu den News....
|